Weitere Ansätze zum Thema Freiheit

Freiheit bei Hegel (1770-1831)

  1. Freiheit als Phase ohne Zwang (negative Freiheit), aber mit Einsicht in die Notwendigkeit

Die Einsicht in die Notwendigkeit meinte keine Unterordnung in fremd definierte Schranken, sondern besteht aus den folgenden zwei Aspekten:

  1. Nach dem inneren Aspekt muss sich der Mensch zur Freiheit der Art seiner Determiniertheit bewusst werden → Selbstverständnis → Befreiung von ungewünschter Art der Determiniertheit → gewünschte Art bleibt übrig
  2. Somit ist die Determiniertheit auch gewissermaßen ein Weg zur Freiheit
  3. Nach dem äußeren Aspekt stellt eine Einschränkung durch weltlich beschränkte Möglichkeiten keine Freiheitseinschränkung dar, da diese von Anfang an existieren und sich die Freiheit in den gegebenen Grenzen entfaltet.

Mill-Limit

„dass der einzige Grund, aus dem die Menschheit, einzeln oder vereint, sich in die Handlungsfreiheit eines ihrer Mitglieder einzumischen befugt ist: sich selbst zu schützen. Dass der einzige Zweck, um dessentwillen man Zwang gegen den Willen eines Mitglieds einer zivilisierten Gesellschaft rechtmäßig ausüben darf: die Schädigung anderer zu verhüten.“ – John Stuart Mill (1806-1873)

  • Meine Freiheit endet, wo deine beginnt

Existentialismus

  1. Der Mensch ist zu Freiheit verdammt, denn als gegeben angesehene Einschränkungen können nicht als freiheitsbegrenzend gewertet werden.
    1. Ein Berg ist nur ein Hindernis, wenn die freie Durchfahrt als Normalzustand definiert wird.
  2. Es gibt immer Möglichkeiten, zumindest sich gedanklich über die Umstände zu setzen
    1. Der Kontrast aus den Schranken und dem gedanklichen Hinwegsetzen führt zu Leid
  3. Auch ist der Mensch frei, da es keinen gegebenen Sinn gibt, er also selbst Sinn schaffen kann
Empfehlungen
Stefan Zweigs Werke

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