Zwölftonmethode

Die Zwölftonmethode (auch 12-Ton-Technik oder Dodekaphonie) ist eine von Arnold Schönberg entwickelte Methode des Komponierens. Sie ist eine ständige und ausschließliche Verwendung einer Reihe aus 12 verschiedenen Tönen, wobei die Grundreihe als eine Art Motiv fungiert. Die folgenden Regeln wurden häufig flexibel eingesetzt oder doch starr betrachtet.

Regeln

  • die Reihenfolge der Töne der Grundreihe (GR) wird nicht verändert, wobei unmittelbare Tonwiederholungen möglich sind.
  • die Töne dürfen beliebig oktaviert werden
  • es gibt mehrere Modi der Reihe: Umkehrung (U), Krebs (K), Umkehrung des Krebses (UK) / Krebs der Umkehrung (KU)
  • die Modi können auf die Stufen der chromatischen Tonleiter transponiert werden (z. B. GR 0 bis 11 → Halbtonschritte)
  • die Töne können zu Akkorden zusammengefasst werden
  • Teilweise werden hierbei gleiche Töne unterschiedlich notiert (z.B. fis anstelle von ges oder umgekehrt)

Krebs (auch vertikale Spiegelung)

Die Töne werden von hinten nach vorne gelesen und so notiert.

Umkehrung (auch horizontale Spiegelung)

Die Intervalle werden umgekehrt. Aus einer großen Terz aufwärts wird so eine große Terz abwärts. Hieraus folgt, dass eine Mischung aus bs und Kreuzen entstehen kann. Somit ist die Umkehrung intervallgetreu.

Transposition

Alle Töne werden um eine Zahl an Halbtonschritten nach oben versetzt. So ist GR 1 zum Beispiel die um einen Halbton nach oben versetzte Grundreihe.

Die verschiedenen Veränderungen können beliebig vermischt werden.

Empfehlungen
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